Anleger haben aktuell 5.500 Milliarden Dollar in ETF bzw. Indexfonds investiert – eine Verdoppelung im Vergleich vor fünf Jahren. Diese Wertpapiere bilden einen Börsenindex 1:1 nach und sind immer stärker auf dem Vormarsch. Anbieter klassischer Investmentfonds verlieren hingegen im gleichen Zeitraum Gelder. Warum eigentlich?

Man kann sagen, dass sich bei der Geldanlage in den letzten Jahren eine Zeitenwende vollzogen hat. Jahrzehntelang haben Anleger versucht, bei der Wertpapieranlage die cleversten Fondsmanager auszusuchen. Diese versuchen mit ihren Anlageentscheidungen eine bessere Wertentwicklung erzielen als der Markt als Ganzes.

Dafür erhalten diese Fondsmanager eine entsprechende Bezahlung. Oftmals muss man beim Kauf über die Hausbank noch üppige Ausgabeaufschläge als eine Art Eintrittskarte bezahlen. Dumm nur, dass bei vielen dieser Produkte die Manager gar keine eigenen Ideen entwerfen oder intelligente Strategien umsetzen. In der Realität ist es oft so, dass viele dieser sogenannten „aktiven Fonds“ gar nicht so aktiv sind, wie es der Name vorgibt.

Die Mehrheit der Fonds besteht dann doch wieder zu 90 Prozent oder mehr aus dem Vergleichsindex, den sie schlagen wollen. Und das bei durchschnittlichen jährlichen Kosten in Höhe von zwei Prozent. Das dies langfristig eigentlich nicht funktionieren kann, ist relativ einfach zu verstehen.

ETF als einfaches Prinzip der Geldanlage

ETF haben hingegen gar nicht erst den Anspruch, den Markt zu schlagen. Sie versprechen nur, einen bestimmten Markt bei der Geldanlage 1:1 nachzubilden. Durch diese simple Konstruktion können diese Produkte extrem kostengünstig angeboten werden. So kosten Indexfonds teilweise nur noch 0,1 Prozent pro Jahr – also lediglich ein zwanzigstel im Vergleich zur aktiven Konkurrenz. Dieser Kostenvorteil ist also gleichzeitig ein Renditevorteil für jeden Anleger, und das Jahr für Jahr.

Nachteile von ETF

Wie so oft gibt es nicht nur eine Seite einer Medaille, so dass den Vorteilen von ETF auch einige Nachteile gegenüberstehen. Diese lassen sich aber bei genauerer Betrachtung gut bewältigen. ETF verlangen vom Anleger, sich selber einen Überblick über den Markt zu verschaffen. Da die Indexfonds so günstig sind, verkaufen Banken diese Produkte äußerst ungern. Sie verdienen einfach zu wenig daran. Dementsprechend gibt es bei Banken so gut wie keine fundierte Beratung zu diesen Produkten, selbst wenn man gezielt danach fragt.

Es war allerdings auch noch nie so einfach wie heute, sich mit wenigen Klicks im Internet zu informieren, wie ETF funktionieren und worauf man bei der Auswahl achten sollte.

Möchte man sich dennoch bei der Geldanlage Experten vertrauen, gibt es auch hier eine Viel-zahl von Online-Anbietern. Man beantwortet einige Fragen zur eigenen Erfahrung bei der Geldanlage sowie zum Risiko, das man eingehen möchte. Schon erhält man ein Angebot, welches die Wünsche bei der Geldanlage in ein passenden Anlagekonzept mit ETF umsetzt.

Das ist dann immer noch günstiger und individueller als der Kauf eines Fonds bei der Bank. Und stellt man irgendwann fest, dass man doch lieber mit mehr oder mit weniger Risiko Geld anlegen möchte, kann man das mit ein paar Mausklicks ändern. Es war noch nie so einfach, clever und günstig Geld zu investieren.